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Rückseite eines Trainer-Shirts mit dem Logo von Krav Maga DEFCON.29Okt.Training & Einstieg

Jetzt anfangen – warum der Herbst ein guter Einstieg ist

Stand 29.10.2026 · von Julia & Benjamin Wiedenbruch

Viele Menschen, die bei uns anrufen, haben lange überlegt. Manche seit Jahren. Am Telefon hören wir dann oft dieselben Fragen: Bin ich fit genug? Bin ich zu alt? Ist das nicht zu hart für mich?

Kurz gesagt: Einsteigen kannst du bei uns jederzeit. Im Herbst beginnt aber ein neuer Durchgang durch unseren Lehrplan – dann fangen viele gemeinsam vorn an. Vorkenntnisse und besondere Fitness brauchst du nicht. Und wichtiger als viel ist regelmäßig.

Warum gerade jetzt ein guter Moment ist

Unser Lehrplan läuft in Durchgängen über einen langen Zeitraum. Im Herbst beginnt ein neuer. Die Grundlagen kommen dann wieder an die Reihe. Wer jetzt dazukommt, ist selten allein neu. Das nimmt vielen den Druck.

Ehrlich gesagt: Du verpasst nichts, wenn du später kommst. Der Einstieg mittendrin ist bei uns so vorgesehen. Trainiert wird alles, immer wieder. Der Herbst ist also kein Muss. Er ist eine gute Gelegenheit.

Was in den ersten Wochen passiert

Am Anfang steht ein kostenloses Probetraining. Meist reichen ein oder zwei, um zu wissen, ob es passt. Bist du unsicher, komm ein drittes Mal. Du kannst auch erst einmal nur zuschauen.

Eine Einheit beginnt mit dem Aufwärmen. Dann folgen Technik und Taktik, zum Schluss ein kurzer Drill unter Druck. Vom ersten Abend an übst du Dinge, die zählen: Abstand halten, laut Nein sagen, dich aus einem Griff lösen. Du lernst, dich zu wehren – nicht nur, wegzugehen.

Dabei gelten feste Regeln. Niemand wird unangekündigt angegriffen. Jede Übung darfst du auslassen. Die Übungen sind einfach und haben Varianten. Frauen und Männer trainieren gemeinsam, und du wählst selbst, mit wem du übst.

Vier Zweifel – und ehrliche Antworten

„Ich bin nicht fit genug.“ Fitness ist keine Eintrittskarte. Sie kommt mit dem Training, als Nebenwirkung. Jede und jeder trainiert für sich in der Gruppe. Es geht darum, das Beste aus den eigenen Voraussetzungen zu machen. Hast du eine Verletzung oder Einschränkung, sag es uns vorher. Vor dem Einstieg empfehlen wir dann ärztlichen Rat.

„Ich bin zu alt.“ Bei uns trainieren Menschen von 16 bis 74. Mit den Jahren ändert sich, wie du dich wehrst. Ob du es lernen kannst, hängt nicht am Geburtsjahr.

„Das ist mir zu brutal.“ Brutal ist es nicht – aber echt. Wir üben mit Körperkontakt, kontrolliert und mit Rücksicht. Wer im Training rücksichtslos ist, hat bei uns keinen Platz. Prellungen sind trotzdem möglich, das sagen wir offen. Krav Maga ist für den Ernstfall gebaut: hocheffizient und kompromisslos, im Rahmen des Notwehrrechts. So hart wie nötig, so kurz wie möglich. Im Training heißt das: Wir trainieren mit dir – nicht gegen dich.

„Ich bin nicht gut genug.“ Viele sagen uns, Krav Maga wirke elitär. Das verstehen wir. Aber du musst nichts beweisen. Bei uns trainieren Menschen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen. Auch wer eher zurückhaltend ist, ist hier richtig. Mit der Stimme Grenzen setzen üben wir von Anfang an, in deinem Tempo.

Macht so ein Training nicht ängstlich?

Manche fürchten, dass die Beschäftigung mit Gewalt Angst macht. Die Forschung zeigt eher das Gegenteil. Eine Übersicht über 20 Auswertungen von Selbstverteidigungskursen für Frauen fand: Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wuchs. Das Gefühl von Kontrolle auch. Die Angst sank eher. Hinweise, dass sie steigt, gab es keine (Brecklin 2008).

Und eines gilt immer, mit oder ohne Training: Für einen Übergriff ist allein der Täter verantwortlich – nie die Person, die ihn erlebt.

Regelmäßig bringt mehr als viel

Was man nicht übt, verblasst – das zeigt eine Auswertung von 52 Studien (Arthur et al. 1998). Schon einmal pro Woche kann helfen: In einer niederländischen Studie schnitten Polizisten, die zusätzlich wöchentlich Krav Maga trainierten, in Übungen unter Angst besser ab – ausgelost waren die Gruppen allerdings nicht (Renden et al. 2015). Training macht nicht unverwundbar. Es kann helfen, handlungsfähig zu bleiben.

Und wie lange dauert es, bis du dich verteidigen kannst? Darauf gibt es keine ehrliche Zahl. Sicherheit wächst mit der Wiederholung.

Was das für dich heißt

  • Du kannst erst zuschauen und dann entscheiden.
  • Du kannst kostenlos probetrainieren – ein-, zwei- oder dreimal.
  • Du kannst jede Übung auslassen und sagen, was für dich nicht geht.
  • Du kannst mit einmal pro Woche anfangen. Das ist bei uns die Grundlage.
  • Du kannst jemanden mitbringen. Zu zweit ist der Anfang oft leichter – und wer zu zweit startet, bekommt bei uns einen Rabatt.

Wir sind eine Selbstverteidigungsschule mit Krav Maga in Stuttgart, seit 2009, mit Training in Stuttgart-West und Stuttgart-Süd. Wie alles abläuft, steht auf der Seite Selbstverteidigung in Stuttgart. Antworten auf weitere Fragen findest du in den Häufigen Fragen.

Quellen

  • Brecklin, L. R. (2008): Evaluation outcomes of self-defense training for women: A review. Aggression and Violent Behavior 13(1). Link
  • Arthur, W. Jr., Bennett, W. Jr., Stanush, P. L. & McNelly, T. L. (1998): Factors that influence skill decay and retention: A quantitative review and analysis. Human Performance 11(1). Link
  • Renden, P. G., Landman, A., Savelsbergh, G. J. P. & Oudejans, R. R. D. (2015): Police arrest and self-defence skills: performance under anxiety of officers with and without additional experience in martial arts. Ergonomics 58(9). Link