Zum Inhalt springen

Häufige Fragen

Häufige Fragen · Krav Maga und du · Weitere Fragen

Was kostet das?

Erst erleben, dann rechnen. Die Mitgliedschaft kostet ab 59 € im Monat, je nach Laufzeit. Dazu kommen einmalig 30 € Anmeldegebühr und 55 € Verbandsbeitrag im Jahr. Alle Laufzeiten und Preise stehen im Infopaket. Vorher probierst du kostenlos aus, ob es zu dir passt.

Wie lange bin ich gebunden – und wie komme ich wieder raus?

Du wählst 6, 12 oder 18 Monate. Vorher probierst du kostenlos und unverbindlich aus, ob es passt. Kündigen kannst du online über → Kündigen.

Infopaket

Brauche ich Vorkenntnisse oder eine gute Fitness?

Nein. Fitness ist keine Eintrittskarte, sie kommt mit dem Training. Du fängst da an, wo du stehst: Jede und jeder trainiert für sich in der Gruppe. Es geht darum, das Beste aus den eigenen Voraussetzungen zu machen.

Bin ich zu alt? Ab wann kann ich mitmachen?

Nein. Bei uns trainieren Menschen von 16 bis 74. Es zählt nicht das Alter, sondern was du aus dem machst, was du mitbringst. Mitmachen kannst du ab 16 Jahren. Unter 18 brauchst du das Einverständnis deiner Eltern: Setz im Formular den Haken „Ich bin unter 18“, dann kommt die Erklärung mit deiner Bestätigung.

Ist das Kampfsport – oder Selbstverteidigung?

Krav Maga ist kein Kampfsport. Kampfsport hat Regeln, Gewichtsklassen und einen Sieger. Selbstverteidigung hat ein anderes Ziel: dass du heil rauskommst. Auf der Straße gibt es keine Regeln und keinen Schiedsrichter – deshalb trainieren wir für echte Situationen: Gefahr früh erkennen und deeskalieren und, wenn es sein muss, dich körperlich wehren – souverän und entschlossen. Kein Wettkampf, keine Pokale.

Selbstverteidigung, Krav Maga, Eigensicherung – was ist der Unterschied?

Kurz gesagt: Selbstverteidigung ist das Ziel, Krav Maga ist unser Weg dorthin. Krav Maga ist ein System zur Selbstverteidigung, gebaut für den Ernstfall: ohne Wettkampfregeln, für den Fall, dass der andere größer und stärker ist, und so, dass ein Angriff schnell vorbei ist.

Eigensicherung ist das Wort aus Berufen, in denen Menschen im Einsatz mit Gewalt rechnen müssen. Es meint alles, was dich schützt: erkennen, deeskalieren, Grenzen setzen – und sich wehren. Genau in diesem Rahmen lernst du bei uns Krav Maga. Im Kern bleibt es dabei: Du lernst, dich zu wehren.

Lerne ich bei euch, mich zu wehren – oder vor allem wegzulaufen?

Du lernst, dich zu wehren. Weggehen, wenn es geht, gehört dazu – aber es ist nicht alles. Nicht jede Situation lässt sich vermeiden, und dann zählt, dass du handeln kannst. Deshalb üben wir im wöchentlichen Training vor allem Krav Maga: Angriffe abwehren, dich befreien, zurückschlagen – so hart wie nötig, so kurz wie möglich.

Ist das Training brutal? Kann ich mich verletzen?

Nein, brutal ist es nicht – aber echt. Es ist fordernd, manchmal unbequem – aber nie überfordernd. Wir üben mit Körperkontakt, kontrolliert und mit Rücksicht auf die Partnerin oder den Partner. Wer im Training rücksichtslos ist, hat bei uns keinen Platz. Ehrlich gesagt: Auch bei sorgfältiger Anleitung sind Prellungen möglich. Über uns bist du nicht unfallversichert; wir empfehlen eine private Unfall- und Haftpflichtversicherung.

Bin ich dem gewachsen? Krav Maga wirkt so elitär.

Das hören wir oft – und verstehen es. Du musst nichts beweisen und nichts mitbringen außer der Lust, es auszuprobieren. Bei uns trainieren Menschen aus ganz unterschiedlichen Berufen und mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen. Auch wer eher zurückhaltend ist, ist hier richtig: Mit der Stimme Grenzen setzen üben wir von Anfang an, in deinem Tempo.

Probetraining buchen

Wie läuft das Probetraining?

Ein, zwei Probetrainings reichen meist, um zu wissen, ob es passt. Bist du unsicher, komm ein drittes Mal. Alles kostenlos und unverbindlich. Eine Einheit dauert 90 Minuten: Aufwärmen, Technik und Taktik, zum Schluss eine kurze Belastung, der Drill.

Ich bin nervös. Werde ich überraschend angegriffen?

Nervös sind viele beim ersten Mal. Und nein: Niemand wird unangekündigt angegriffen. Du bestimmst, wie weit du mitmachst – jede Übung kannst du auslassen. Wird dir etwas zu viel, hör auf und sag es uns. Das ist kein Scheitern, sondern genau das, was wir üben: Grenzen setzen.

Wie effektiv ist Krav Maga – hilft das auch gegen Stärkere oder ein Messer?

Eine Garantie kann kein System geben, auch Krav Maga nicht. Gut belegt ist: Training, das Gefahr erkennen, klare Worte und körperliche Gegenwehr verbindet, senkt das Risiko sexueller Übergriffe deutlich – das zeigen Studien mit Frauen. Gegen Stärkere trainieren wir Techniken, die nicht auf Kraft setzen, sondern auf Tempo, Timing und Entschlossenheit. Bei einem Messer heißt das vor allem: Abstand, weg, Hilfe holen. → Wie effektiv ist Krav Maga wirklich?

Wie lange dauert es, bis ich mich verteidigen kann?

Darauf gibt es keine ehrliche Zahl. Erste Dinge – Distanz halten, laut Nein sagen, einen Griff lösen – übst du vom ersten Training an. Sicherheit darin wächst mit der Wiederholung. Eine Garantie für den Ernstfall kann niemand geben.

Kann ich als Frau allein kommen? Trainiere ich mit Männern?

Ja, gern – du brauchst niemanden mitzubringen. Frauen und Männer trainieren bei uns gemeinsam. Du suchst dir aus, mit wem du übst, und sagst, was für dich nicht geht.

Was ziehe ich an, was bringe ich mit?

Bequeme Sportkleidung und saubere Hallenschuhe. Schmuck legst du vor dem Training ab. Umkleiden gibt es vor Ort. Komm bitte 10 bis 15 Minuten vor dem Start.

Ich habe Gewalt erlebt. Kann ich trotzdem mitmachen?

Ja. Du musst uns nichts erzählen. Wenn du möchtest, dass wir vorher etwas wissen, schreib eine SMS mit „Rückruf Julia“ an Telefon – Julia ruft dich für ein kurzes Vorgespräch zurück, vertraulich. Manche Übungen können Erinnerungen wecken. Dann darfst du jederzeit aussteigen, eine Pause machen oder nur zuschauen. Das Training ersetzt keine Therapie; wenn du begleitet wirst, kann es helfen, den Einstieg dort anzusprechen.

SMS schreiben

Hilfe, kostenlos und anonym:

Ich kann zum Termin doch nicht – was tun?

Kein Problem. In deiner Bestätigungsmail findest du einen Link, mit dem du deinen Platz freigibst. So wird er für jemand anderen frei. Einen neuen Termin buchst du einfach wieder hier.

Probetraining buchen

Krav Maga und du

Was, wenn es mir schwerfällt, jemanden zu schlagen?

Das geht vielen so – und das ist gut so. Die meisten Menschen haben eine Hemmung, andere zu verletzen. Im Training lernst du diese Hemmung kennen und Schritt für Schritt, sie zu überwinden, wenn es sein muss: an der Pratze, im Drill, in Szenarien. Viele merken dabei zum ersten Mal, wie viel Kraft in ihnen steckt. Das ist der Teil von Krav Maga, über den selten jemand spricht: Du lernst auch etwas über dich.

Darf ich im Training wütend werden?

Ja. Wut ist Energie. Viele haben gelernt, sie zu unterdrücken – im Training darfst du sie dir erlauben und lernst, sie zu steuern: so, dass sie dich antreibt statt lähmt. Gegenüber deiner Trainingspartnerin oder deinem Trainingspartner bleibt alles kontrolliert. Und eins gilt auch im Ernstfall: Wut treibt dich an, sie entschuldigt aber nichts. Ist der Angriff vorbei, ist Schluss.

Muss ich gewaltbereit sein, um Krav Maga zu lernen?

Nein. Du musst nichts mitbringen außer der Bereitschaft, ehrlich hinzuschauen: Was tue ich, wenn es ernst wird? Genau das findest du im Training heraus – Schritt für Schritt, ohne Show. Wer allerdings kommt, um Gewalt auszuüben, ist bei uns falsch. → Warum nehmt ihr nicht jeden auf?

Wie weit darf ich gehen, wenn ich mich wehre?

So weit, wie es nötig ist, um den Angriff sicher zu beenden – und keinen Schritt weiter: Ist der Angriff vorbei, endet die Notwehr. Die genauen Regeln stehen in den Fachfragen: → Was darf ich in Notwehr?

Weitere Fragen

Ich habe eine Verletzung oder Einschränkung.

Sag es uns vor dem ersten Training. Es gibt einfache Übungen, und von vielen gibt es Varianten. Vor dem Einstieg empfehlen wir ärztlichen Rat.

Kann ich jederzeit einsteigen?

Ja. Unser Lehrplan läuft fortlaufend, und der Einstieg mittendrin ist so vorgesehen.

Kann ich erst einmal nur zuschauen?

Ja, das geht auch.

Macht mich das Training aggressiv?

Nein. Das Ziel ist, Gewalt zu vermeiden: früh erkennen, deeskalieren, raus. Körperliche Gegenwehr ist die letzte Möglichkeit – dann aber entschlossen: so hart wie nötig, so kurz wie möglich.

Wie oft sollte ich trainieren?

Einmal pro Woche ist die Grundlage. Wer öfter kommt, lernt schneller. Jedes weitere Training pro Woche kostet 10 € im Monat mehr. Wichtiger als viel ist regelmäßig: Was man nicht übt, verblasst.

Gibt es Gürtel oder Prüfungen?

Kein Wettkampf, keine Pokale. Es gibt Einstufungen – sie sind freiwillig.

Warum nehmt ihr nicht jeden auf?

Wir achten auf Ernsthaftigkeit, Selbstkontrolle und einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Gelernten. Wer wegen Gewaltdelikten vorbestraft oder einschlägig polizeibekannt ist, den nehmen wir nicht auf.